5. Mai 2022

Neu! Jetzt mit 0,35 Prozent Goldammer!

Wie funktioniert die Abo-Wirtschaft? Wer hat Netflix & Co den Weg geebnet? Wie hat Woody Allen dabei geholfen? Und was hat das alles mit mir zu tun? Das alles erfahren Sie in der aktuellen brand eins mit dem Schwerpunktthema: Abo-Wirtschaft. Lesen Sie hier einen Auszug.

Die aktuelle Mai-Ausgabe der brand eins beleuchtet die rasante Entwicklung der Abo-Wirtschaft. Wichtiger Treiber war dabei das Abo-Modell ohne Vertragsbindung: Netflix & Co ist damit groß geworden. Doch bis die Streamingdienste den Markt aufrollen konnten, war es ein langer Weg. Premiere, der Vorgänger von Sky und Pionier des Bezahlfernsehens in Deutschland, musste das schmerzhaft lernen. 1991 ging man an den Start.

Mareike Enghusen schrieb dazu
in ihrem Artikel „Unterhaltung auf Abruf“
in der aktuellen brand eins:

 „Nach drei Jahren sollte der Sender schwarze Zahlen schreiben. Stattdessen machte er bald Verluste in Milliardenhöhe. 2002 musste der Konzern, die Kirchgruppe, Insolvenz anmelden. Eine britische Private-Equity-Firma übernahm, und der neue Geschäftsführer Georg Kofler entschied sich für eine große Werbekampagne."

Hier kommt Peter Goldammer ins Spiel, der an diese Zeit gern zurückdenkt. Goldammer. 64 Jahre alt, ein Hamburger mit kahlem Kopf und Hornbrille, erhielt mit seiner Werbeagentur den Zuschlag für die Kampagne. Um zu verstehen, woran Premiere bisher gescheitert war, ließen er und sein Team zunächst Interviews führen. Goldammer erklärt die Kernergebnisse im Zoom-Gespräch so: „Es gibt dazu ein passendes Zitat von Woody Allen. Fragt ein kleiner Junge: ‚Daddy, wer ist eigentlich der Chef in unserer Familie? Der Vater antwortet: ‚Mein Junge, ich bin der Boss, aber Deine Mutter trifft die Entscheidungen.‘ Genau das ist passiert: Die Männer wollen wegen Fußball gern Premiere haben, und die Frauen haben gesagt: „Du spinnst wohl.“ Durchgesetzt haben sich Letztere.

Premiere reagierte mit Werbespots gezielt für Frauen. Statt Fußball stellte man Spielfilme und Kindersendungen in den Vordergrund. Zugleich konzentrierte die neue Geschäftsführung das Programmangebot. Strich Stellen und führte Werbung im Programm ein. 2004 schrieb der Sender erstmals schwarze Zahlen. „Ich bin nicht der Meinung, dass alles wegen ein paar Werbespots so gekommen ist“, sagt Goldammer. „Aber dass es den gesellschaftlichen Wandel hin zum Pay-TV gab, daran hatten wir schon einen Anteil.“

Ausgerechnet ein Netflix-Manager gibt ihm recht. „Die Entwicklung der Zahlungsbereitschaft für Inhalte war in Deutschland ein langer Prozess, zu dem Premiere/Sky früh beigetragen hat“, sagt Wolf Osthaus, Director Public Policy für Deutschland, Österreich und der Schweiz bei Netflix. „Davon profitiert heute die Branche.“

Wenn Sie mehr über den Erfolg (und Misserfolg) im Abonnement lesen möchten, sende ich Ihnen gern die aktuelle Ausgabe der brand eins zu. Garniert mit ein paar Gedanken über den wahren Boss Ihres Unternehmens und was ich an Ihrer Stelle machen würde, um auch in Ihrem Geschäftsmodell die Zahlen noch etwas schwärzer zu machen.

 

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Ich freue mich, Ihnen neue Denkanstöße zu liefern.
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Peter Goldammer / Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! / Impressum / Datenschutz / Cookie-Einstellungen